KURT DIEMBERGER wurde 1932 in Salzburg geboren. Heute lebt er in Salzburg und Bologna. Legendär und bereits historisch ist sein alpinistisches Bravourstück im Jahre 1956: Die (hakentechnische) Erstbesteigung der Königsspitz-Direttissima über die "Schaumrolle", jener charakteristischen Gipfeleiswächte, die im Jahre 1961 teilweise und 2001 zur Gänze abgebrochen ist. Nach mehr als 22 Expeditionen zu den höchsten Bergen der Erde ist Diemberger der einzige lebende Mensch, der zwei Achttausender erstbestiegen hat, nämlich den Broad Peak (1957) in einer österreichischen und den Dhaulagiri (1960) in einer schweizerisch-internationalen Expedition. Er ist ein Pionier des Westalpenstils im Himalaya und Karakorum. Er ist Seilpartner von HERMANNN BUHL an der Chogolisa, wo der Tiroler 1957 durch einen Wächtenbruch ums Leben kommt. Nach einer Pause von 18 Jahren, die ihn in verschiedenste Winkel der Erde führte - Reisen, Erkundungen, Expeditionen, Abenteuer - zog es ihn wieder zu den höchsten Gipfel der Erde zurück. Und 27 Jahre nach der Erstbesteigung erreicht er ein zweites Mal den Gipfel des Broad Peak. Mit dabei auch die Britin JULIE TULLIES, mit der er "das höchste Filmteam der Welt" gründet. Sie filmen auch am Mt. Everest, am Nanga Parbat und im Karakorum. Das Erleben der großen Berge auch für andere herunterzubringen, ist ihr gemeinsames Ziel geworden. 1986 erreichen Tullies und Diemberger um sieben Uhr abends den Gipfel des K2. Tullies: "Kurt, our dream is finally fulfilled. K2 is now ours!" Im Abstieg stürzt Tullies und riss Diemberger mit sich. Wie durch ein Wunder endet ihr Sturz vor einem Abbruch auf über 8.000 Metern, wo sie die Nacht über biwakieren. Am folgenden Tag erreichen sie Lager IV, in dem bereits fünf Bergsteiger warten. Die sich nun abspielende Tragödie erschüttert die Welt und wirft die Frage auf: Hat die Öffentlichkeit das Recht auf ein Urteil? Dennoch ist der K2, der "große Kristall", von verzaubernder Schönheit, aber schwieriger und gefährlicher als der Mt. Everest, Diembergers Traumberg. << zurück |