Bergsteigerische Erfolge Sehr bald nach seiner Genesung startete Schauer selbst erste Unternehmungen in den heimischen Bergen. Der Hochschwab, das Gesäuse und der Dachstein waren die vorrangigen Ziele. Besuche in den Westalpen folgten. 1974 dann die erste Expedition ins Karakorum zum 7.458 m hohen Pumari Chish. An diesem Berg blieb zwar der Gipfelsieg verwährt, dennoch konnte Schauer im Verlauf dieser großen Auslandsbergfahrt wichtige Erfahrungen sammeln. Unmittelbar nach der Matura, im Jahr 1975, gelang der erste Erfolg an einem Achttausender, nämlich am Gasherbrum I (8.068 m). Nach dieser Expedition stand zunächst das Bundesheer auf dem Programm. Aber schon während der Zeit als Präsenzdiener (1976), glückte mit dem Nanga Parbat (8.125 m) der zweite mehr als 8.000 Meter hohe Himalayariese. Der Erfolg dieser Expedition, bei der eine neue schwierige Route geklettert werden konnte, brachte auch international einige Beachtung. Die größte Aufmerksamkeit galt danach den Bergen. Die Teilnahme an der 1. Österreichischen Mt. Everest Expedition im Jahr 1978, kam daher gerade zum richtigen Zeitpunkt. Robert Schauer erreichte dabei am 3. Mai gemeinsam mit dem Sherpaführer ANG PHU als erster Österreicher den Gipfel des höchsten Berges der Erde. Im Rahmen der selben Expedition standen fünf Tage später auch REINHOLD MESSNER und PETER HABELER am Mt. Everest (8.850m). Über diese Besteigung, die erstmals ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff erfolgte, wurde auch ein Film gedreht. Robert Schauer agierte dabei als Assistent und zweiter Kameramann und hatte dadurch Gelegenheit erstmals bei professionellen Filmarbeiten mitzuwirken. Im selben Jahr gelang mit dem Makalu (8.463 m) der 4. Achttausender. Die finanziellen Mittel für seine Unternehmungen verdiente sich Schauer in dieser Zeit vor allem als Vortragender, sowie als Alpinjournalist und Werbeträger verschiedenster Firmen. Der Kontakt zum Film der am Mt. Everest erstmals hergestellt wurde blieb aber durch einige Aufträge als Assistent verschiedener Produzenten nach wie vor erhalten. Ein Jahr später gelang dann das schwierigste alpinistische Unternehmen. Zusammen mit dem Polen WOJCIECH KURTYKA durchstieg Schauer die fast 3.000 Meter hohe Westwand des Gasherbrum IV (7.925 m). Dieser Erfolg, der äußerst hart erkämpft werden musste (Schauer und Kurtyka mussten fünf Tage ohne Essen und Trinken auskommen), sorgte in Bergsteigerkreisen weltweit für Aufsehen. Vor allem die Art der Besteigung, es wurde im alpinen Stil, also ohne Fixseile und vorher aufgebaute Lagerkette geklettert, fand große Beachtung. Viele Experten hatten einen Durchstieg dieser Wand, die als eines der letzten großen Probleme des Alpinismus galt, mit diesen Mitteln nicht für möglich gehalten. Als Training für die Gasherbrum IV Westwand hatte Robert Schauer schon vor der Expedition die Eiger Nordwand im Winter durchstiegen. Mit Hilfe eines Funkgerätes wurden dabei Live Berichte in eine ORF Radiosendung des Landesstudio Oberösterreich eingespielt. Schauers Interesse für die Medien und vor allem für den Bergfilm führten schließlich zur Idee ein Bergfilmfestival ins Leben zu rufen. Im Oktober 1986 wurde die Idee realisiert. Filmemacher aus der ganzen Welt trafen sich in der Steiermark um vom 2. bis 4. Oktober 1986 am 1. Internationalen Grazer Bergfilmfestival teilzunehmen. Der Erfolg dieser Veranstaltung, sowohl beim Publikum als auch bei den Produzenten war so groß, daß sich Robert Schauer entschloss das Festival in Folge regelmäßig durchzuführen. Im Jahr 1987 bekam Schauer aber vorerst von ITN London den Auftrag erstmals selbständig einen Film zu produzieren; nämlich über die britische Expedition zum NO-Grat des Mt. Everest. Schauers Weg war damit vorgezeichnet und führte 1988 zur Gründung eines eigenen Unternehmens, der Robert Schauer Film Produktion GmbH. Die ersten Arbeiten die von seiner Firma gestaltet wurden, befassten sich vorerst natürlich mit dem Bereich Bergsport. "Zigeunerbaron Extrem" ein Film über die Erstbesteigung einer der schwierigsten Klettertouren in Österreich, lief dabei auch in der ORF Fernsehsendung "Land der Berge" und wurde damit einem breiten Publikum bekannt. Neben der Produktion von Bergfilmen und der Organisation des Grazer Festivals seit 1986 konnte sich Schauer in den letzten Jahren auch durch seine Tätigkeit im Bereich des Werbe- und Industriefilmes ein wichtiges zweites Standbein schaffen. Auftraggeber der Schauer GmbH. sind dabei Unternehmen aus den verschiedensten Branchen der Industrie, des Sports und des Fremdenverkehrs. Im Frühjahr 1996 gelang ihm wieder die Besteigung des Mt. Everest (8.850 m) zum zweiten Mal, und er brachte als Kameramann die ersten Bilder im 70 mm IMAX-Format vom Gipfel mit. Eine Produktion, die seit dem Frühjahr 1998 weltweit in allen IMAX-Theatern zu sehen ist. Im Jahr 2000 wirkte er bei der Produktion des IMAX Filmes "Kilimanjaro-mountain of many faces" als Kameramann mit. Der Film startete im Ende Februar 2002 erfolgreich in den USA, wobei auch die Präsenatation, des vom "National Geographic Verlag" herausgegebene Buch über den gleichnamigen Film zur selben Zeit stattfand. Zur Zeit ist Robert Schauer aber vor allem mit der Organisation "seines" Festivals beschäftigt, welches dieses Jahr vom 14. bis 16. November 2002 bereits zum 14. Mal im Grazer Congress stattfindet. << zurück |