Doug Scott



UK, Foto: Huber, Richards


"Ohne das Element der Gefahr, die hinter der nächsten Ecke lauert, muss das Bergsteigen seinen Reiz verlieren."

Hinweis: Im Rahmen des Kongresses "Future of Mountain Sports" berichten DOUG SCOTT und THOMAS HUBER in einem spektakulären Diavortrag gemeinsam über ihre Besteigungen des Ogre: Samstag, 07. September 2002, 19.45 Uhr, Congress Innsbruck, Saal Tirol

"Beim Bergsteigen erlebt der Mensch, vor allem im Himalaya über längere Zeiträume hinweg, extremes Unbehagen und größte Ungewissheit. Er gelangt so an die Grenzen seiner Belastbarkeit, da sich seine Verfassung unweigerlich verändert. Es kann sein, dass er, zumindest für kurze Zeit, größeres Selbstvertrauen und mehr Rücksicht auf andere entwickelt. Dieser Zustand ist wahrscheinlich umso andauernder und tiefer, je mehr Bergsteiger von ihrer physischen und psychischen Last abzuwerfen vermögen. Die Chance, das einem das gelingt, sind größer, wenn man weit weg ist von anderen - auf einer neuen Route im Alpinstil, mit einem oder zwei Freunden, auf dem Weg zum Gipfel eines Sechstausenders - als wenn man im klassischen Expeditionsstil eine populäre Route auf Achttausender geht, wo jeder Schritt nach Hause gemeldet wird."

DOUG SCOTT hat 35 Expeditionen zu hohen Bergen Asiens unternommen. Er hat 30 Gipfel davon erreicht, die Hälfte bei Erstbesteigungen und alle auf neuen Routen oder als Erstbegehungen im alpinen Stil. Ausgenommen seiner ersten Durchsteigung der Südwestwand des Mt. Everest mit DOUGAL HASTON - während der von CHRIS BONINGTON geleiteten Expedition von 1975 - machte Scott alle Touren mit einem Minimum an Ausrüstung. Er hat die den Changabang, den Ogre und den Nordostgrat des Kangchendzönga erstbestiegen, die Seven Summits vollendet, ist Präsident des British Alpine Club und erhielt 1994 den Titel und Orden "Commander of the British Empire" (CBE).

Quelle: Scott, Doug - Von da nach dort. In: Stimmen vom Gipfel, The Banff Centre Of Mountain Culture and National Geographic Society. Washington DC 2001.





<< zurück