Portrait eines Großen des Bergsports Schon von früher Jugend an ist Reinhard Schiestl fasziniert von der Bewegung am Fels. Aus seinem schriftlichen Nachlass erleben wir seine Eindrücke von den ersten Versuchen im Klettergarten, über die schnellen Erfolge im alpinen Klettern, bis zu den bedeutenden Anstiegen in steilsten Wänden der Ost- und Westalpen, sowie im Yosemite-Valley.
Reinhard Schiestls Leistungen sind in Fachkreisen hoch geschätzt, stellen einige davon doch überragende Superlative dar. Höchstleistungen im alpinen Bereich, sowie zahlreiche Erstbegehungen, Solobegehungen, super schnelle Zeiten und umfangreiche Erschließungstätig-keit beim Sportklettern erfüllten das Leben dieses bescheidenen Mannes, der nur allzu früh durch einen unverschuldeten Verkehrsunfall aus diesem Leben gerissen wurde.
Einige seiner Kletterpartner beschreiben in "Der leise Weg" ihre Erlebnisse mit diesem Ausnahmekönner. Besonders interessant sind auch die Einblicke in den geistigen Horizont dieses Menschen, dessen Streben nicht einem fragwürdigen Ruhme galt, sondern stets darauf ausgerichtet war, innere Werte zu entdecken und zu verarbeiten. Seine Gedichte und Zeichnungen werden durch diese Veröffentlichung manchen Freund überraschen, kaum jemand hat ihn von dieser Seite her gekannt.
"DER LEISE WEG. Portrait eines Großen des Bergsports" Autor: Walter Spitzenstätter Erschienen im Eigenverlag in Zusammenarbeit mit dem Pinguinverlag Innsbruck. ISBN 3-7016-2535-2 € 28,- im Buchhandel erhältlich
Otti Wiedmann über den Buchautor:
Walter Spitzenstätter (geb. 1940, Innsbruck)
Als Klubkamerad in der alpinen Ges. Gipfelstürmer, Innsbruck, hat „Spitz“, wie ihn seine Freunde nennen, viele schwierige Kletter-fahrten in den Ost- und Westalpen mit Reinhard Schiestl unternommen. Sein Naheverhältnis zu Reinhard war ausschlaggebend, dass in dieser Buchform der Versuch unternommen wurde, die Besonderheiten aus dem kurzen Leben Schiestls zusammen zu tragen und festzuhalten. „Spitz“, von Beruf Optikermeister, verheiratet, 2 Söhne, betreibt das Bergsteigen in allen Facetten seit 45 Jahren. Etliche Erstbegehungen, wie direkte Martinswand, Schar-nitzspitze Direttissima, viele große Westalpenanstiege, wie Eiger N-Wand, Walkerpfeiler, Matterhorn N-Wand, Freneypfeiler, über 500 schwierige Begehungen in den heimatlichen Bergen und in den Dolomiten. 1. Winterbegehung der Marmolada S-Wand, Vinatzerführe bei Schneesturm in 4 Tagen. Bis zum Jahr 2003 auf insgesamt über 5500 Gipfel gestanden. Starkes Engagement im Bergrettungsbereich bei schwierigen Bergungen (Laliderer Wände), 3 Jahre Landesleiter der Tiroler Bergrettung, Träger des grünen Kreuzes und der Tiroler Landes- Lebensrettungs-Medaille, Verfasser eines Schitourenführers für Tirol, Erfassung aller Gipfel von Tirol. << zurück |